Das Land mit der höchsten Dichte an Attraktivitätsforschern ist ohne Zweifel Großbritannien – weshalb die folgende Liste auch auf der Insel beginnt. Der größte Teil der britischen Attraktivitätsforscher hat seine Ausbildung an David Perretts Perception Lab erhalten.

 

David Perrett ist weltweit einer  der produktivsten und renommiertesten Attraktivitätsforscher. Er ist Professor für Psychologie an der schottischen University of St. Andrews, und Leiter des Perception Lab (an dem derzeit u. a. auch die Psychologin Miriam Law Smith arbeitet).

 

Ben Jones arbeitet als Experimentalpsychologe an der University of Aberdeen und leitet dort das Face Lab. Zusammen mit seiner Ehefrau Lisa DeBruine untersucht er u. a. den Einfluss von Geschlechtshormonen auf die Attraktivitätswahrnehmung. Ben Jones und Lisa DeBruine betreiben gemeinsam eine hochprofessionelle online-Plattform für Experimente, Faceresearch.org, die als eine Art Joint Venture der Internet-Forschung auch anderen Forschergruppen zur Verfügung steht.

 

Viren Swami ist Sozialpsychologe an der University of Westminster und hat eine imposante Publikationsliste insbesondere zur Attraktivität des menschlichen Körpers aufzuweisen. Er ist Autor und Herausgeber sowohl wissenschaftlicher als auch populärwissenschaftlicher Bücher zum Thema Attraktivitätsforschung. Ursprünglich ganz den klassischen evolutionspsychologischen Ansätzen zugetan, nimmt er heute eine eher kritische Haltung gegenüber dem neodarwinistischen Mainstream ein.

 

Martin Tovée von der Newcastle University erforscht, von welchen Kriterien sich Menschen bei der Partnerwahl leiten lassen, und wie diese Kriterien von der Umwelt beeinflusst werden. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Körperbild.

 

Ian Penton-Voak arbeitet an der Abteilung für experimentelle Psychologie der University of Bristol. Schwerpunkte seiner Forschungen sind die klassischen evolutionspsychologischen Fragestellungen wie Symmetrie und sexueller Dimorphismus, aber auch der Einfluss individueller Lebenserfahrung auf das Schönheitsurteil.

 

Tony Little arbeitet als Biowissenschaftler an der University of Liverpool. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf dem „Informationsgehalt“ des menschlichen Gesichtes bei sozialen Entscheidungen, allen voran der Partnerwahl. Tony Little gehört zur Evolutionary Psychology and Behavioral Ecology Research Group an der University of Liverpool.

 

Craig Roberts ist Biologe an der University of Liverpool. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Beeinflussung des (visuellen ebenso wie olfaktorischen) Attraktivitätsempfindens durch die individuelle MHC-Ausstattung. Craig Roberts ist Mitglied der Evolutionary Psychology and Behavioral Ecology Research Group.

 

Marion Petrie ist Professorin für Verhaltensökologie an der Newcastle University. Schwerpunktmäßig arbeitet sie an der Erforschung der Mechanismen der sexuellen Selektion, wobei sie einen großen Teil ihrer Erkenntnisse am Pfau gewonnen hat.

 

Lynda Boothroyd arbeitet als Evolutionspsychologin an der University of Durham. Schwerpunkt ihrer Forschung liegt u.a. auf der Beeinflussung von Verhalten und Wahrnehmung durch Geschlechtshormone.

 

David Feinberg widmet sich ganz der Erforschung der Attraktivitätwahrnehmung von Stimmen. Nach seinen Anfängen in Perretts Perception Lab leitet David Feinberg heute das Voice Research Laboratory an der kanadischen McMaster University in Hamilton, Ontario. Seine online-Experimente finden Sie auf Faceresearch.org.

 

Magnus Enquist ist Zoologe an der Universität Stockholm und einer der Experten auf dem Gebiet der neuronalen Netzwerke. Er ist so etwas wie der Stachel im Fleisch der evolutionspsychologischen Attraktivitätsforschung, denn nach seinem Erklärungsansatz der sog. „Wahrnehmungsvorlieben“ muss Attraktivität nicht zwangsläufig für „genetische Qualität“ stehen.

Neben der theoretischen Verhaltensforschung (wo er u.a. mit Stefano Ghirlanda und Carl-Adam Wachtmeister zusammenarbeitet, liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit auf der interdisziplinären Erforschung der Entwicklung von Kultur. Zusammen mit dem Historiker Arne Jarrick leitet er das Forschungsprojekt InterCult, das sich zur Aufgabe gestellt hat, die ideologische Kluft zwischen Bio- und Sozialwissenschaften zu überbrücken und gemeinsam an der Erforschung des menschlichen Verhaltens zu arbeiten.

 

Anders Pape Moller, Der dänische Biologe arbeitet heute am Laboratoire de Parasitologie Evolutive des CNRS in Paris. Er ist einer der Hauptprotagonisten der Symmetriehypothese, welche er v.a. an seinem berühmten Forschungsprojekt mit Schwalben entwickelt hat.

 

Gillian Rhodes ist Psychologie-Professorin an der University of Western Australia und gehört mit dem von ihr geleiteten Facelab zu den weltweit führenden Attraktivitätsforschern. Zusammen mit Leslie Zebrowitz ist sie die Herausgeberin des bedeutendsten Standardlehrbuches der Attraktivitätsfoschung (siehe Bücherliste).

 

Leslie Zebrowitz ist Psychologie-Professorin an der Brandeis University in New York und eine der ganz Großen auf dem Gebiet der Attraktivitätsforschung und Gesichtswahrnehmung. Zusammen mit Gilian Rhodes ist sie die Herausgeberin des führenden Standardlehrbuches der Attraktivitätsforschung (siehe Bücherliste, hier findet sich auch ihr Buch „Reading Faces“).

 

Philip Matthew Bronstad ist Wahrnehmungsforscher und arbeitet ebenfalls an der Brandeis University.

 

Judith Langlois leitet an der University of Texas das Langlois Social development Lab, an dem vor allem die Attraktivitätswahrnehmung von Kindern erforscht wird. Judith Langlois hat sich vor allem als „Erfinderin“ der Durchschnittshypothese sowie mit ihrer umfangreichen Metaanalyse zum Attraktivitätsstereotyp einen Namen gemacht.

 

Devendra Singh ist ein Kollege von Judith Langlois an der psychologischen Abteilung der University of Texas. Er gilt als so etwas wie der „Pabst“ der „Waist-to-Hip-Ratio“.

 

David Buss ist einer der derzeit führenden Evolutionspsychologen. Sein „BussLab“ beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der menschlichen Partnerwahl.

 

Michael R. Cunningham arbeitet als Persönlichkeits- und Sozialpsychologe an der University of Louisville, Kentucky. Er ist der Urheber des „Multiple Fitness“ Modells der Attraktivität und beschäftigt sich mit den Faktoren, die zur Anziehungskraft von Gesichtern beitragen.

 

Nancy Etcoff ist Psychologin an der Harvard Medical School. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Wirkung von Schönheit im Gehirn. Sie ist die Autorin des Buches „Nur die Schönsten überleben“ (siehe Bücherliste) und hat die wissenschaftliche Leitung der „Campaign for real Beauty“ (Initiative für wahre Schönheit) der Kosmetikfima Dove übernommen.

 

Victor Johnston ist Kognitionsforscher an der New Mexico State University und einer der Hauptprotagonisten der „Fruchtbarkeitshypothese“.

 

Randy Thornhill ist Biologe an der University of New Mexico. Zusammen mit Steven W. Gangestad beforscht er – aus strikt evolutionspsychologischer Sicht - insbesondere die Themen Symmetrie, Partnerwahl und Vergewaltigung.

 

Steven W. Gangestad arbeitet am Department of Psychology an der University of New Mexico, seine Forschungsschwerpunkte entsprechen denen von Randy Thornhill, mit dem zusammen fast alle seine Papers veröffentlicht wurden.

 

Geoffrey F. Miller arbeitet am Department of Psychology an der University of New Mexico. Er hat vor allem mit seinem Buch „Die sexuelle Evolution - Partnerwahl und die Entstehung des Geistes“ (Näheres siehe Bücherliste) für Aufsehen gesorgt, das eine sehr originelle Hypothese zur Entstehung des menschlichen Geistes präsentiert.

 

Daniel Hamermesh ist Wirtschaftswissenschaftler an der University of Texas. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist die Frage der Auzwirkung von Attraktivität in wirtschaftlichen Austauschbeziehungen.